Das zweitbeste Glück

Buchtitel 'Das zweitbeste Glück' Am 7. Juli 1919 erschießt sich die 24-jährige Schauspielerin Julie Helene Bider in einem Zürcher Nobelhotel. Stunden zuvor war ihr Bruder, der gefeierte Flugpionier Oskar Bider, der als erster die Pyrenäen und die Alpen überquert hatte, bei einem Absturz ums Leben gekommen. Als fröhliches und wagemutiges Paar füllten sie die Illustrierten — sie verkörperten die Zukunft in einer Zeit, in der das Fliegen und der Film im Aufbruch waren. Anhand von Lenys Tagebuch erzählt Margrit Schriber die Biographie der sensiblen Rebellin, die ihren Traum von einer Schauspielkarriere gegen alle Widerstände durchsetzte und schließlich am Tod ihres bewunderten Bruders zerbrach. Ein historischer Roman über die glamourösen Geschwister Bider, deren Abenteuer die Schweiz in Atem hielten.

Das zweitbeste Glück, Nagel & Kimche, Zürich, 2011, ISBN 978-3-312-00481-2

Rezensionen

"Oskar und Leny Bider waren die prägenden Gesichter in der Frühzeit des Schweizer Films und der Luftfahrt. Beide avancierten sie zu Projektionsfiguren und verkörperten kollektive Sehnsüchte: Sie liessen scheinbar unüberwindliche geografische Grenzen hinter sich. Sie waren Sterne, die kurz strahlten und rasch verglühten - und sie erweiterten den Schweizer Blick auf die Welt."
Tagesanzeiger, Alexander Sury, 26. September 2011

"Das ist für mich die hohe Qualität von Margrit Schribers Roman "Das zweitbeste Glück": Er zeigt bis in feinsinnige Details die Flut der modernen Ablenkungen und unsere Drift ins Oberflächliche. Drückebergerei vor den Widerstaänden unserer Wirklichkeit, überhaupt vor der Erdenschwere führt zu seelischem Outsourcing noch im Lebensfinale."
Bote der Urschweiz, Daniel Annen, 27. September 2011

"Mit einem ständigen Pendeln zwischen Orten und Zeiten pinselt Schriber ein Bild der Familie Bider und der zwei Geschwister. Feinfühlig direkt und mit viel Empathie für die Figuren in einer Zeit zwischen Bigotterie und Aufbruch."
Marco Guetg, Aargauer Zeitung, 18. September 2011

"Schriber erzählt die Geschichte der Leny Bider mit Distanz und Nüchternheit, aber an keiner Stelle kühl. Tempi-Wechsel und eine Erzählstruktur, die zwischen aktuellem Geschehen und Rückblicken wechselt, machen die Lektüre abwechslungsreich und kurzweilig. Die Figur der „Pariserin“ ist ein gelungener Kunstgriff, der verhindert, dass die Erzählung der Tragödie dieses Lebens in Larmoyanz abgleitet."
literaturkritik.de, Katja Hachenberg-Voss, 14. September 2011

Vorstellung von "Das zweitbeste Glück" in der drs1-Sendung "Buchzeichen" am 23. September 2011: "Schweizer Perlen im Bücherherbst" von Luzia Stettler

"Ein Thema mit dem die Autorin Geschichte schreibt, nicht nur historisch, sondern eine berührende, dramatische und vor allem emotional nachdenklich machende Geschichte aus der Geschichte der zwei berühmten Schweizer."
literatwo.wordpress.com, Mr. Rail, 20. November 2011